Japanlink Logo
Werbung - Bitte hier klicken!Werbung buchen
AktuellesMedien und KulturLand und LeuteGeschichte und PolitikÜber Japanlink
japanlink special

04_yukikos japan-tagebuch

woche 11: Beliebte Turnschuhe
 


TEXT von UCHIDA Yukiko


Im Tôkyôter Stadtteil Harajuku, wo sich die ganzen jungen und modebewussten Leute versammeln, wurden Ende letztes Jahres nacheinander zwei große schöne Läden eröffnet. Dabei handelt es sich um den "Puma Store" und "Adidas Shop" - Kleidung und Schuhe von den bei Japanern beliebtesten Marken unter all den ganzen Sportmarken. Ich bin auch ein Fan dieser deutschen Kleidung und trage sehr gerne Puma- und Adidas Schuhe. Ihre Designs sind einfach hübsch und man kann natürlich sehr gut in ihnen laufen. Nicht zuletzt deshalb hielt ich es für eine g sehr gute Idee von diesen beiden Herstellern, in Japan offizielle Shops aufzumachen. Ich war entsprechend auch eine unter den vielen Japanern, die gleich zu Anfang sehr neugierig dorthin gegangen sind.

Auch in Berlin, wo es einen großen Nike Shop gibt, soll ein Adidas Shop eröffnet worden sein. Ich hatte schon vor dem Besuch des Ladens gehört, dass es bei den Adidas Shops in Berlin und Tôkyô besondere Waren geben soll, die es nur in diesen zwei Läden zu kaufen gibt. Genau diese Artikel habe ich dann auch gefunden: Zwei verschiedene, niedliche T-Shirts. Auf dem einem stand "Ich liebe Tôkyô", auf dem anderem "Ich liebe Berlin". Vielmehr habe ich das mittlere Zeichen als "liebe" gelesen, beim näheren Hinschauen entpuppte es sich aber als das Adidas Markenzeichen - glaube ich zumindest. Ich fand es jedenfalls interessant, dass man diese Shirts nur dort kaufen kann, wo ich lebe und - für eine Zeit im letzten Sommer - gelebt habe. Der "Puma Store" ist übrigens auch sehr, sehr schön und war gerammelt voll mit Leuten!

Als ich die zwei Läden besuchte, trug ich ein Paar Adidas Schuhe, die ich in Deutschland gekauft hatte. Sie sind schwarz mit drei gelben Strichen und ein sehr altes Modell. Ich habe von einer "Adidas Mania" gehört und dass man solche "antiken" Schuhe nun im grunde nicht mehr zu kaufen kriegt. Ich kenne mich mit solchen Sache nicht so gut aus, aber mir ist aufgefallen, dass meine Schuhe von allen Leute in den Läden neugierig angeguckt wurden, von Verkäufern und Kunden gleichermaßen, selbst im "Puma Store". Das war einer der Momente, in denen ich auf meine Schuhe sehr stolz war.

Japaner mögen solche limitierten und schwer zu beschaffenden Dinge. Und die beiden Sportartikelfirmen sind in Japan sehr bekannt. So ist hier auch ein großes Sortiment dieser Marken erhältlich, darunter auch Schuhe, die man selbst in Deutschland nicht finden kann. Betrachtet man diese Tatsache, wird einem klar, wie gut die Idee der beiden deutschen Sportmarken ist, in Japan limitierte Auflagen ihrer Artikel zu verkaufen. Wir haben dafür wirklich eine Schwäche.

Übrigens: Was mich in Deutschland sehr überraschte, war, dass Turnschuhe, selbst wenn es sich dabei um eine deutsche Marke handelt, fast doppelt so teuer sind wie das gleiche Modell in Japan.



JAPANLINK
| aktuelles | medien und kultur | land und leute | geschichte und politik | über japanlink |
© 1997-2003 by APIX