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02_final fantasy: die mächte in dir

Teil 5: Die Macht der Spiele
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Spielfigur Zidane Tribal aus Final Fantasy IX.
Bild: © Squaresoft

Die Entwickler bei Square geben sich beim Design der Charaktere nicht nur im Bereich der optischen Gestaltung Mühe, sondern auch bei deren Fähigkeiten und Charaktereigenschaften. Dies zahlt sich aus: Am ersten Verkaufwochenende von FF VII wurde das Spiel bereits von 2,7 Millionen Japanern gekauft. Vor allen Dingen deshalb, weil sich FF inzwischen als Marke etabliert hat und für eine hohe Qualität steht. Qualität, die sich auch in dem Einfallsreichtum der Entwickler äußert. Ein Beispiel: In FF IX trifft man an einer Stelle zwei kleine Mädchen beim Seilchenspringen. Wenn man sie anspricht, erhält man die Möglichkeit, auch über das Seil zu springen. Sollte man 200 (!) Sprünge schaffen, winkt eine tolle Belohnung. Doch diese zu erhalten ist knifflig: Nach etwa 50 Sprüngen ändert sich die Gewinigkeit des Seils, ebenso bei 100 und nach 150 (Sollte schon einem Leser diese Aufgabe geglückt sein, so würde sich der Autor über eine entsprechende Email freuen).

Genauso interessant war die Einbindung der PocketStation in das Spiel FF VIII. Hatte man einen Chocobo gefangen, so konnte man den kleinen Chicobo (der den großen begeleitet hat) auf die PocketStation runterladen und einen "Tamagotchi"- artigen Begleiter namens Boko mit sich herumtragen (auch bekannt aus FF V - Der Chocobo auf dem der Held am Anfang reitet).

So trifft man immer wieder alte Bekannte aus andern Teilen der Serie. Dies trifft insbesondere auf die Magiewesen bzw. Guardian- Forces zu, dazu gehören eigentlich immer Ifrit (Feuer-Schaden), Shiva (Eis-Schaden), Ramuh (Blitz-Schaden), Alexander (Heiliger-Schaden), Carbungle (Spiegel-Wirkung), Levianthan (Wasser-Sturm), Odin und so weiter.
Das Magiesystem ist ebenso vielfältig wie interessant, so wird man förmlich aufgezehrt von der Frage: "Wie wird wohl der nächste Zauber dargestellt?", wenn man einen neuen gefunden hat oder nutzen kann.

Die Kombination all dieser Faktoren macht die Spiele einzigartig und immer wieder wertvoll. Der "Wiederspieleffekt" wird dadurch sehr hoch und fängt deshalb auch gerne wieder mal mit einem neuen Charakter das Spiel, auch wenn man den Teil der Serie schon x-mal gelöst hat. Denn die Frage nagt: Hat man den alle Kniffe und Rätzel entdeckt? Und alle kleinen versteckten Beigaben der Entwickler mitbekommen?

Ich denke, man sollte die Leistung der Entwickler honorieren und sich diese "Leckerbissen" kaufen. Wenn man nicht des Japanischen mächtig ist, am besten in den US NTSC Versionen, diese Laufen auf der PSX mit 17% Gewindigkeitsvorteil, den man insbesondere im Kampf deutlich spürt. Zudem sind die Übersetzungen hier bei weitem besser als in der deutschsprachigen Version.



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