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02_final fantasy: die mächte in dir

Teil 4: Von Phantomen und der Universalseele
 


KRITIK von Andreas Fels


"Every night the same dream, the same strange planet. But why? What are they trying to tell me? It's been 34 years since they arrived on this planet. Another day passes at the survivors forced to live in barrier cities to not live in fear. I've vowed to end that fear. I believe my dreams hold the key. The question is: Will I'll be in time to save the planet?" (Dr.Aki Ross)
   
Final Fantasy (fainaru fantaji), Japan/ USA 2001

R
: SAKAGUCHI Hironobu
Sprecher (Originalfassung): Ming-Na (Dr.Aki Ross), Alec Baldwin (Grey Edwars), Ving Rhames (Ryan), Steve Buscemi (Neil), Peri Gilpin (Jane), Donald Sutherland (Dr.Sid), James Woods (General Hein)
Musik: Elliot Goldenthal
Verleih (weltweit): Columbia TriStar

106 Minuten (Farbe). Erhältlich in deutsch synchronisierter Fassung

Kinostart BRD: 23.08.2001
Kinostart USA: 13.07.2001

Deutsches Filmplakat

Ginge es darum, den Inhalt des ersten (und vorerst wohl auch einzigen) "Final Fantasy"- Spielfilms wiederzugeben, so würde dieses Zitat aus der Originalfassung und die erste Äußerung der weiblichen Hauptfigur im Groben ausreichen. Die Handlung in etwas verfeinerter Form: Wir schreiben das Jahr 2065 und befinden uns auf der Erde. Wenigstens auf dem, was von dem ehemals blauen Planeten übrig geblieben ist. Vor 34 Jahren brachte ein Meteor unerwünschte Gäste in den Orbit - die Phantome - die sich nun parasitär an der Lebensenergie Ihrer Bewohner gütlich tun. Diese Phantome - selber rötlich- durchsichtige Energiewolken - wandelten nahezu alles Organische in leblose Masse um und bedrohen nun die letzten Menschen, Pflanzen und Tiere, die unter Biosphären-Kuppeln gerettet wurden. Dr. Aki Ross, die eben zitierte Hauptfigur, und ihr Mentor Dr. Sid wollen dies selbstverständlich nicht einfach so hinnehmen: Sie haben bemerkt, dass einige Lebewesen immun gegen die außerirdische Bedrohung zu sein scheinen und versuchen aus diesen eine Erkenntnis zu gewinnen, wie sie die uneingeladenen Plagegeister wieder loswerden können.
Gleiches Ziel verfolgt auch General Hein, allerdings ist sein Ansatz weniger wissenschaftlich fundiert, sondern korreliert einzig und allein mit der Feierkraft einer im Weltraum stationierten Super- Laserkanone, mit der es die Schwebegeister ein für alle mal vom Planeten zu pusten gilt. Da die Ansätze des Militärs Hein und der Wissenschaftler Ross/ Sid nicht unter einen Hut zu bekommen sind und mit Grey Edwards - Ex-Freund von Aki und im Sold des Generals stehend - eine Figur im Spannungsfeld zwischen den beiden Kontrahenten steht, sind Komplikationen vorprogrammiert.

   

Bereit den Kampf gegen die Phantome aufzunehmen: "Deep Eyes"- Soldatin Jane Proudfoot.
Bild: © Square Pictures/ Columbia-Tristar

Etwas neuer als der grobe Plot dürfte für westliche Zuschauer der spirituelle Unterbau sein, der sich nach SAKAGUCHIs "Final Fantasy"- Spielen auch als roter Faden durch seinen ersten Spielfilm zieht. So wird hier der auch schon in "Prinzessin Mononoke" vorgestellten animistischen Idee Rechnung getragen, dass alles aus einer Universalenergie besteht - hier Gaia genannt -, die alle Lebewesen und die Erde selbst miteinander verbindet. Somit ist also alles beseelt und wenn ein Lebewesen stirbt, endet zwar tatsächlich das irdische Dasein des Individuums, doch seine Energie (oder Seele) kehrt wieder in den ursprünglichen Pool Gaia zurück, um den Kreislauf zu schließen - ein Motiv also, dass aus zahlreichen asiatischen Religionen und sogar in den Ansätzen auch Christentum bekannt ist.




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