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02_final fantasy: die mächte in dir

Teil 2: Die Mächte aus dem Computer
 


TEXT von Andreas Fels


"Final Fantasy: Die Mächte in Dir" ist zweifellos der visuell beeindruckendste Film des Jahres 2001. Ganze vier Jahre haben Regisseur SAKAGUCHI Hironobu und sein Team aus Autoren, Zeichnern, Computeranimateuren, Programmierern, Werbefachleuten und anderen Berufsgruppen an der Umsetzung dieses 101-minütigen Science Fiction-Films gearbeitet.
   

Szenario und Raumschiff aus "Final Fantasy".
Bild: © Square Pictures/ Columbia-Tristar

So etwas kostet Geld. Viel Geld. Branchenkenner munkeln, dass die Produktion, hinter der die Spieleschmiede Square, Produzent der erfolgreichen zehnteiligen Computerspiel-Reihe "Final Fantasy", und Columbia Pictures (somit Sony) stehen, über 150 Millionen US-Dollar verschlungen hat - deutlich mehr, als ursprünglich geplant. Auch wenn ein Teil dieses Budgets in die Synchronisation des Films durch hochkarätige Hollywood- Mimen wie Alec Baldwin (Grey Edwards), Donald Sutherland (Dr.Sid) und James Woods (General Hein) investiert wurde, wird der Großteil des Geldes für die andauernden technischen und logistischen Herausforderungen aufgebraucht worden sein, denen sich das Square- Team ständig auf's Neue stellen mussten.
Die kostspielige Produktion des Films (und der Aufbau des Onlinespiele- Netzwerks "PlayOnline") trieb das Unternehmen Square - durch seine FF- Spielreihe und andere Titel wie "Parasite Eve" erfolgsverwöhnt, erstmals in rote Zahlen. Vertreter der Chefetage nahmen in der Konsequenz ihren Hut und geplante Final Fantasy Spiele-Sondereditionen wie "Final Fantasy Deluxe Edition" wurden bis auf weiteres auf Eis gelegt. Eine geplante Fortsetzung des Films mit "Final Fantasy: Legend of the Crystals" (Arbeitstitel) scheint derzeit mehr als ungewiss.

   

Aus dem Drahtgittermodell wird durch Überzug einer Hauttextur Akis Gesicht berechnet.
Bild: © Square Pictures/ Columbia-Tristar

"The Spirits within" - so der Originaltitel des Films - musste also ein Hit werden, um die immensen Kosten wieder einzuspielen. Eine Entwicklung, die sich so zumindest in den USA nicht wie erwünscht einstellte: Am ersten Wochenende klingelten laut Box Office nur $11.408.853 in den Kinokassen - der dritte Aufguss von "Jurassic Park" bot zwar weniger Computereffekte und Handlung, lockte dafür aber im gleichen Zeitraum deutlich mehr Zuschauer in die amerikanischen Lichtspielhäuser: $50.300.000 wurden hier umgesetzt. Es bleibt abzuwarten, ob Square und Columbia wenigstens durch die internationale Auswertung und die Vermarktung des Films als Video/ DVD ohne finanzielle Verluste aus dieser Produktion gehen.




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