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Ein
Landung auf der verödeten Erde: Dr. Aki Ross und Deep Eyes- Soldaten aus "Final Fantasy: Die Mächte in Dir"
Bild: © Square Pictures/ Columbia-Tristar |
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"Final Fantasy" geht den entgegengesetzten
Weg zum absoluten Fotorealismus: Wenn Dr. Aki Ross und Grey Edwards
im Film gegen die wolkenartigen Geister kämpfen, werden einige
Kinobesucher ihren Augen kaum trauen mögen. In bislang unerreichter
Qualität stapfen hier virtuelle Schauspieler mit perfekt-unperfekter
Haut (in Nahaufnahmen sind Poren, kleine Hautunregelmäßigkeiten
und Pickelchen zu sehen) und nahezu vollkommen realistischer Mimik und
Gestik durch das Endzeit-Szenario der Erde des Jahres 2065. Dieser Eindruck
wurde durch verschiedene Methoden erreicht: Teils mit einer eigens programmierten
Software, welche eine physikalisch korrekt anmutende Bewegung von Haaren,
Stoffen und Haut ermöglichte. Teils mit Techniken wie Motion
Capture, durch welches die Bewegung von realen Schauspielern
digitalisiert wurde und auf die virtuellen Charaktere übertragen
werden konnte. Und - hier griff dann wieder die Handarbeit - teilweise
mit tagelanger Editierarbeit an den einzelnen Bildern einer Filmsequenz.

Künstliche Perfektion bis in die Haarspitzen. Dr. Aki Ross, virtuelle Darstellerin aus dem "Final Fantasy"- Film.
Bild: © Square Pictures/ Columbia-Tristar
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"Ich bin sehr beunruhigt," soll der zweifache Oskar-Preisträger
Tom Hanks laut der US- Tageszeitung NEW YORK TIMES zu der Ausbreitung
digitaler Schauspieler und Ihrer Filme gesagt haben. Doch im Augenblick
muss der zitierte amerikanische Darsteller noch nicht um seinen Job
fürchten: Auch wenn virtuelle
Schauspieler - wie oft vorgebracht - zeitlos schön sind (von
Shrek vielleicht mal abgesehen), niemals Starallüren entwickeln
und vor allen Dingen nicht am produzentengefürchteten Gagenpoker
teilnehmen, sind sie nach wie vor weit davon entfernt, den Menschen
vor der Kamera ersetzen zu können. Neben technischer Unzulänglichkeiten
(Dr. Aki Ross und besonders ihr Gegenspieler General Hein aus "Final
Fantasy" schauen oft auch trotz aller Mühen der Key Animators aus
seltsam leer-glasigen Augen durch den Zuschauer) fehlt nach wie vor
der Grund dafür, synthetische Darsteller (kurz auch gerne als synthespians
bezeichnet) menschliche Emotionen darstellen zu lassen. Denn dies können
humanoide Akteure jenseits der Daily Soap- Riegen definitiv besser.
Und billiger sind sie - wenn man die mehr als 150 Millionen US-Dollar
Produktions- und Werbekosten von "Final Fantasy" betrachtet - meist
auch noch.
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