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Godzilla und die Urweltraupen (Gojira tai Mosura)
aka Godzilla vs. Mothra, aka Godzilla vs. The Thing

Kritik: Andreas Fels

Zugegeben: Godzilla ist Kult. Spätestens Roland Emmerichs Hollywood-Version brachte das verstrahlte Urmonster auch dem verschlafensten Medien-Menschen vor die Augen - ob er wollte oder nicht.
Hier nun die Besprechung des wohl bekanntesten Godzilla Filmes, in dem die Riesenechse gegen eine Riesen-Motte (!) antreten darf.
   
Gojira tai Mosura, Japan 1964

R
: HONDA Inoshirô
K: KOIZUMI Hajime
M: IFUKUBE Akira
D: TAKARADA Akira (Journalist), KOIZUMI Hiroshi (Wissenschaftler), HOSHI Yuriko (Fotografin)

Erhältlich in synchronisierter Fassung.

Die Titelmotte ( Mosura / Mothra ) dürfte ganz hartgesottenen Horror-und Science-Fiction-Fans bereits aus dem 1962er "Mothra" (wurde unter der Regie HONDAS ebenfalls für die TOHO-Studios gedreht) bekannt sein. War Mosura im ersten Film noch ausschließlich im Zerstörungsrausch, so ist sie in diesem Werk vor allen Dingen damit beschäftigt, ihr frisch gelegtes Ei zu beschützen, welches nach einem Taifun an die japanische Küste gespült wurde. Dabei stellen die Journalisten, Wissenschaftler und sonstigen Gaffer weniger ein Problem dar, als Gojira, der sich unmotiviert aus einem Schlammhügel (!) erhebt, um sich auf Eiersuche zu begeben.

Viel mehr gibt es an Story eigentlich nicht. Spannung wird in diesem Film vor allen Dingen durch eine ausgefallene Schnitt-Technik erzeugt, in der oft zwischen dem marodierenden Godzilla, Mothra und dem kurz vor dem Schlüpfen stehenden Ei hin und her gewechselt wird.
Für HONDA Inoshirôs-Verhältnisse ebenfalls gut festgehalten sind die bombastischen Kämpfe, bei denen man erstmals eine gewisse Choreographie zu erkennen vermeint.
Gojira sieht in diesem recht frühen Godzilla-Film mit seinem aufgestellten Augenwulst sehr düster aus und auch seine Augen, die ja in vorherigen Filmen noch zu haltlosem Lachen anregten, haben in diesem Film einen gewissen realistischen Touch.
Seltsam wird es erst, als Godzilla nach dem Sieg über Mothra von dessen Brut, zwei Riesenraupen eingesponnen und unter einem finalen Godzilla-Schrei ins Meer gerissen wird. Na ja.

Schön und recht eingängig ist allerdings der Soundtrack von IFUKUBE. Weitestgehend folgt er in Variationen den bekannten klassischen Godzilla-Motiven.

Dies ist übrigens der vorerst letzte Film mit Gojira als Bösewicht bevor er sich bis sich zum 1985er "Godzilla 85" als "Held Japans" versuchte.

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