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Godzilla (Gojira)
aka Godzilla- König der Monster (Godzilla- King of Monsters)

Kritik: Andreas Fels

Der "Filmdienst" schrieb zur Erstveröffentlichung von Godzilla "Bisher sahen wir nur japanische Spitzenwerke, in Godzilla begegnet uns offenbar der japanische Durchschnittsfilm". Zugegeben: Gegen die Werke eines KUROSAWA Akira
   
Gojira, Japan 1954

R
: HONDA Inoshirô, Terry O'Morse
K: TAMAI Maseo
M: IFUKUBE Akira
D: Raymond Burr, SHIMURA Takashi, KOCHI Momoko, TANAKA Tomoyuki

Erhältlich in synchronisierter Fassung.
Verleih (D): VPS

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beispielsweise kommt dieser Film eher sehr durchschnittlich daher. Schauspieler in Gummi- Riesenechsenkostümen zerstampfen einen Modellnachbau von Tôkyôs Straßenzügen, kämpfen gegen das japanische Militär, Wissenschaftler oder riesige Schutzzäune aus Stromdrähten. Man fragte sich wohl zu Recht: "Wer will so was sehen?"
Viele wollten und wollen es auch noch heute: Godzilla war und ist (vor allen Dingen nochmal in Erinnerung gebracht durch die amerikanische Godzilla- Fassung von '97) der Merchandising- Hit schlechthin. Nicht nur in Japan, sondern auch in den USA und in Europa konnten sich die kleinen und großen Fans an Godzilla-Comics, Computerspielen, Tassen und verschiedensten Modellen zum Aufblasen, Kuscheln oder einfach nur Ausstellen erfreuen.
So war es nur verständlich, daß der Erfolg des ersten Gojira-Streifens die Produzenten in den japanischen TOHO-Studios überzeugte, noch unzählige weitere Godzilla- und Monsterfilme zu drehen. Der Erfolg schwappte sogar in den siebziger Jahren nach Deutschland, wo Godzilla der Werbewirksamkeit auch schon mal auf andere Monsterfilme etikettiert wurde (z.B. lief der Film Gamera tai Burogon bei uns unter dem Titel Godzilla, der Drache aus dem Dschungel).
Auch legten die Macher keine allzu große Wichtigkeit auf die Kontinuität der Filme untereinander. So begegnet uns Godzilla in seiner Filmreihe sowohl als Geißel der Menschheit als auch als der Freund und Beschützer der selben).

Zum Inhalt des ersten Gojira: Man schreibt das Jahr 1955 und vor einer japanischen Insel verschwinden ein Schlachtschiff und ein Zerstörer, der dieses Schlachtschiff suchen sollte. Die Menschheit weiß an dieser Stelle noch nicht, daß ein riesiger T-Rex ähnlicher Saurier der Urheber all dieser Störung ist. Dieser überdauerte die letzten paar Millionen Jahre in 10.000 Metern Meerestiefe und wurde durch einige Atombombenunterwassertests aufgeschreckt.
Einmal in seinem Schönheitsschlaf gestört kennt er kein Erbarmen und wendet zerstörend gegen die Störenfriede. Erst eine neuartige Waffe eines jungen Wissenschaftlers, die den Sauerstoff zerstören kann, bereitet ihm den Garaus.

Auch wenn der Tricktechnische Aspekt von Gojira nicht so recht überzeugen mag (obwohl dies sicherlich an dem durch moderne Filme verwöhnten Auge liegen mag), weiß der Film durchaus mitzureißen. Innerhalb der Godzilla-Reihe und der japanischen Monsterfilme allgemein ein absolutes must see.

Übrigens: Die Amerikaner gingen wohl davon aus, daß die Urfassung von Gojira dem amerikanischen Publikum nicht zuzumuten sei. Der Regisseur Terry O. Morse drehte mit dem derzeit sehr populären Schauspieler Raymond Burr ("Der Chef") einige Szenen nach, die in den Originalfilm hineingeschnitten wurden.

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