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Mädchen für Alles
Portrait von Top-Model, Schauspielerin, Idol und Sängerin FUJIWARA Norika

Von Andreas Fels

"Ihr Gesicht sieht man überall. Wirklich überall..." sagte Erik einmal über sie. Und beim Durchblättern älterer und aktueller, japanischer Zeitschriften kann man sich von der Richtigkeit seiner Worte überzeugen: FUJIWARA Norika war in Japan wohl das Gesicht der 90er Jahre. Und wie es aussieht hält ihre Popularität auch noch in diesem Jahrtausend an.

Geboren am 28.Juni 1971 in Hyogo bei Kobe began sie ihre Modelkarriere, während sie in Kobe an der Shinwa Universität Englische Literatur studierte. In dieser Zeit erschien sie auf den ersten Titelbildern, u.a. auf den Blättern JJ und CANCAN. Schon gleich nach ihrem Abschluß wurde sie 1992 Siegerin des Wettstreits "Miss Japan". Im darauffolgenden Jahr schloß sie einen Vertrag mit dem Bademodenhersteller TORAY, der sie von nun an in seinen Badeanzug- Kampagnen präsentierte. Norika zog nach Tôkyô um und bekam dort ein interessantes Angebot: Sie sollte für den lokalen Fernsehsender ASAHI-TV die Show "Quiz Shinsuke Kun" moderieren. Sie nahm das Angebon an und konnte ihre Popularität weiter ausbauen.
Ihr schon von den Bademodenfotos bekannter 88-60-89 Körper bekam Omnipräsenz auf Riesenplakatwänden, als sie ab 1994 das "Image Girl" für die in Japan sehr populäre Biermarke ASAHI wurde.
1995 unternahm Norika einen weiteren Schritt vom Dasein des Models in Richtung Unterhaltung durch ihr Debut in Fernseh- und Kinofilmen wie dem Drama Bad Guy Beach und der TBS- Soapopera Maido Ojama Shimasu, in der sie neben SORIMACHI Takashi, heute ein japanischer Mega-Star, eine kleine Nebenrolle spielte.
Als Kind hatte Norika bereits von ihrem Vater einiges über Kampfsport gelernt. Eine gute Voraussetzung für ihren nächsten Job: Präsentatorin einer nächtlichen Martial Arts Sendung auf SRS im Jahr 1996. Im selben Jahr drehte sie auch einen weiteren Kinofilm, Cat's Eye, in dem sie sich als eine von drei diebischen Schwestern der Polizei und chinesischer Triaden erwehren muß, um ihren gekidnappten Vater befreien zu können.

Weitere wichtige Zwischenstationen in der Karriere des Jugendidols waren die 1997 populärste Seifenoper Love Generation, in der sie eine Flugbegleiterin spielte, und im folgenden Jahr die Hauptrolle in der Fernseh-Romanze With Love. Im selben Jahr dann schloß sie Werbeverträge mit den Firmen KANEBO, TOBU, J-PHONE, MITSUBISHI, OTSUKU-Erfrischungsgetränke, FUJIFILM und BOURBON Kekse ab, um fortan in einer Vielzahl der großen und aufsehenerregenden Print- und TV- Werbekampagnen aufzutauchen. Alleine das Tôkyôter Mobilfunk Unternehmen J-PHONE gibt an, daß in der Zeit ihrer Werbepräsenz die Mobilfunk- Neuanmeldungen um mehr als 70% angestiegen seien.

Nach Auftritten in der Soap-Serie Happy Mania und der Comedy-Reihe Akimahende! begann 1999 ihre Rolle in der Schulserie Naomi, in der sie eine Lehrerin spielt. deren Sexualaufklärungsunterricht größtenteil extra-curricular ablaufen. Die Serie wurde von verschiedenen Zeitungen wegen ihres Beitrages zum "Untergang des Erziehungswesens" kritisiert, ein Ruf, den sich Naomi mit der derzeit äußerst populären zweiten Schul-Seifenoper GTO teilt.
Während der Dreharbeiten zu Naomi kam Norika mit dem Serienkollegen KATO Masaya zusammen, eine Affäre, die gerade mal 2 Monate hielt, aber dennoch für viel Material in sämtlichen Klatsch- und Jugendzeitschriften reichte.

Für viele ist FUJIWARA Norika sowieso weniger eine ernstzunehmende Schauspielerin, denn eine Augenweide. Diesem Ruf wurde sie auch durch ihre 1999 Werbekampagne für die prestigeträchtige Fluggesellschaft JAL gerecht, bei der sie für ein Okinawa Angebot der Fluggesellschaft wieder in knappe Badesachen steigen durfte.

Was kommt als nächstes für Norika? Der GTO- Kinofilm brachte sie Ende Januar 2000 zurück auf die Kinoleinwände und damit in den redaktionellen Teil vieler Zeitschriften. Dort verkündete sie ihr Interesse an einer Rolle in einem Hollywood-Streifen. Am liebsten wäre sie Japans zweites Bond-Girl. Und warum sollte dieser Wunsch auch nicht in Erfüllung gehen? Bikini-Mädchen wurden seit jeher gerne in James Bond- Filmen gezeigt.

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