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Wie das kleine Malheur von Tôkaimura OBUCHI bei der Kabinettsumbildung störte Zum Mißmanagement der OBUCHI-Regierung beim Tôkaimura Atom-Unfall
Die "Asahi Shimbun" vergangenen Samstags (2. Oktober `99) stand ganz im Zeichen des schweren Atomunfalls von Tôkaimura. Neben Artikeln, die im wesentlichen den allgemeinen Hergang des Unfalls und die momentane Lage schilderten oder Abschätzungen über die noch zu erwartenden Schäden etc. gaben, beschreibt ein Beitrag auf der 2. Seite(1) ausführlich das enorme Versagen der japanischen Regierung vor der Problematik.
Im Gegensatz zur berechtigten Kritik an die Adresse der JCO, wurde der schwere Aussetzer der politischen Führung in den westlichen Medien kaum aufgegriffen. Nach Meldung der "Asahi Shimbun" ist es zwar richtig, daß der Premier OBUCHI erst etwa 2 Stunden nach dem Unfall davon erfuhr (kurz vor 13 Uhr am 30.09.) - zu allem Übel auch noch im Rahmen einer Medienkonferenz seines stellvertretenden Kabinettssekretärs FURUKAWA über die anwesenden Journalisten - aber er und seine Berater beließen es in den folgenden Stunden bei einem Krisenmanagement auf Sparflamme, welches sich in der Bildung von Ausschüssen erschöpfte, derweil man auf eine verläßliche Analyse der Situation durch die Science and Technology Agency (Kagaku gijutsu chô) wartete. In der Zwischenzeit ging man in den Amtsräumen des Premierministers unbeirrbar weiter der Planung der bevorstehenden Kabinettsumbildung nach. JAPANLINK | aktuelles | medien & kultur | land & leute | geschichte & politik | special | über japanlink | © 1997-2009 by Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung auf Datenträger wie CD-ROM, DVD-ROM und anderen Internetseiten sowie Nachdruck dürfen nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung von APIX erfolgen. |